9 Dinge die ich als Mama-Neuling gerne früher gewusst hätte.



Tipps für junge Eltern

Als junge Eltern gibt es viele Dinge, die man das erste Mal macht. Einiges wird erlernt und ist kurze Zeit später Alltagsroutine, unter anderem Windeln wechseln, andere Dinge sind nach Monaten noch eine Herausforderung und bei anderen wäre ich einfach froh gewesen, hätte ich es früher gewusst. Hier meine Top 9:

  1. Hör auf deine Gefühl und nimm diese Ernst. Hört sich simpel an, ist im Alltag jedoch schnell vergessen. Oft lässt man sich schnell verunsichern und traut sich zu wenig zu. Du kannst dich jedoch auf dich und dein Baby verlassen. Nimm die kleinen und grossen Zeichen deines Babys wars, so findet ihr euren gemeinsamen Weg.
  2. Vor der Geburt den Kontakt zu anderen Mamis in der Nähe suchen. Der Austausch mit anderen Mamis ist gerade zu Beginn sehr Wertvoll, gibt Sicherheit und ein gutes Gefühl. Die erste Zeit mit Baby ist neu und ungewiss, da hilft es Freunde mit Babys in der Nähe zu haben, um sich über denn Alltag als Mami auszutauschen.
  3. Weniger ist mehr. Obwohl ich mich beim Kaufen von Kleidern und süssen Babysachen zurück gehalten habe, gab es Sachen, die wir selten bis nie benutzt haben. Dein Baby braucht zu beginn wirklich sehr wenig, ausser ganz viel Nähe und Liebe. Achte dafür eher auf die Qualität der Produkte.
  4. Die eigene Einstellung zum Stillen soll keine Belastung sein. Für uns war von Anfang an klar, Sophie soll gestillt werden, weil das Gesund und praktisch ist. Ich habe mich vor der Geburt wenig mit den Thema befasst. Einige Tage nach der Geburt war ich jedoch mit vielen neuen Themen konfrontiert: Milchstau, starke Schmerzen und Sophie trank nicht so, wie die Stillberaterin es sich wünschte. Nach einigen Tagen nahm ich mir den Druck (welchen ich mir selber auferlegt und durch andere auferlegt wurde) und entschied mich vorerst dazu, Sophie die Flasche zu geben. Zuhause angekommen wollte ich es noch einmal mit Stillen probieren und es klappte sofort, einige Tage noch mit starken Schmerzen, jedoch hat es sich bald eingependelt. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich trotz Schmerzen und Anfangsproblemen weiter versucht habe, Sophie zu stillen. Ich merkte aber auch, dass ich mir den Druck nehmen wollte und mir daher die Option Pre-Nahrung offen hielt. Es ist wichtig, dass man auf sich selber hört und sich nicht von seinem Umfeld verunsichern lässt, da die Erwartung vorhanden ist, dass eine „gute“ Mutter ihr Baby stillt. Hör auf dich und dein Baby.
  5. Lass deinem Körper Zeit. Alle sprechen von der Geburt und den Schmerzen, jedoch wurde mir nie gesagt, dass die Tage und Wochen danach mit weiteren Schmerzen verbunden sind und der Babybauch noch einige Zeit ein Begleiter bleibt. Ich konnte erst Monate danach wieder normale Kleider anziehen, bzw. passen mir Monate später erst einige Kleidungsstücke von früher wieder. Durch die Medien wurde mir vermittelt, dass man Tage danach wieder funktionieren soll und super aussieht. Mein Körper sagte mir etwas anderes! Hör auf dein Körper, hol dir Hilfe und ruhe dich aus um zu Kräften zu kommen und die Geburt zu verarbeiten. Das Beste ist, wenn dein Partner oder deine Familie dich zu Beginn unterstützen kann.
  6. Hol dir Hilfe. Die Anfangszeit mit Baby ist nicht einfach, kurze Nächte, lange Tage und viele neue Herausforderungen und Erlebnisse. Da ist es hilfreich, wenn Familie und Freunde einem unterstützen. Bitte deine Gäste zum Beispiel darum, etwas Feines mitzubringen oder frag jemanden, ob er euch im Haushalt helfen kann. Das neue Familienmitglied braucht viel Zeit und Fürsorge.
  7. Probieren, probieren, probieren. Jedes Baby ist ganz unterschiedlich, da helfen die Besten Tipps nichts. Du musst das finden, was für euch passt. Lass deiner Kreativität freien lauf, dein Baby wird es dir danken und du dir auch. Trotzdem hilft es sich auszutauschen, die Hebamme, Freunde oder andere Mamis nach Tipps und Erfahrungen zu fragen. Der Anfang war bei uns nicht immer ganz leicht und im Nachhinein denke ich mir, wieso habe ich das nicht früher probiert, es wäre doch so einfach gewesen.
  8. Mama sein kann auch einsam sein bedeuten. Am Anfang war mein Partner noch da, alle wollten uns besuchen. Doch plötzlich war ich alleine mit Sophie und dem Gefühl von Einsamkeit. 24 Stunden, nie alleine und doch fühlt man sich alleine, hört sich komisch an, ist es jedoch nicht. Die Gespräche sind einseitig, es fehlt der Austausch mit Mitmenschen und der Alltag ist plötzlich ein ganz anderer. Ich bin froh, dass ich schnell mobil war und meine Freunde besuchen konnte. Trotzdem gab es viele Tage, an denen ich alleine mit Sophie war. Heute bin froh das ich Mamis in der Nähe habe, um nur mal schnell ein Kaffe gemeinsam trinken zu gehen oder eine Runde zu laufen. Ich habe andere Mamis bei der Rückbildung kennen gelernt und bin aktiv auf sie zugegangen. Es stellte sich heraus, dass es allen gleich geht und froh über den neuen Kontakt sind. Rückbildungsturnen, Pekip oder anderen Baby-Kurse eignen sich gut um neue Kontakte zu knüpfen! Sei aktiv und geh auf andere Mamis zu.
  9. Rituale von Anfang an. Wir haben früh mir Ritualen Angefangen, besonders den Abend haben wir immer ähnlich gestaltet, damit es Sophie leichter fällt einzuschlafen. Zu Beginn bot es mehrheitlich uns Sicherheit, mit der Zeit merkten wir immer mehr das es für Sophie eine Unterstützung ist mit den vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen umzugehen. Wir begannen die Tage nach ähnlichen Abfolgen zu gestalten. Der Tagesablauf wurde/wird immer wieder optimiert z.B. konnten wird den Abendlichen Schreistunden entgegenwirken in dem Sophie um 18.00 Uhr ins Bett gebracht wurde und fanden so heraus das dies die optimale Zeit ist, damit Sophie leichter in den Schlaf findet. Es ist wichtig den Ablauf dem Baby anzupassen und nicht umgekehrt. Uns war es eine grosse Unterstützung und ich bin froh, dass wir früh damit angefangen haben

Wie unsere ersten Monate als kleine Familie war, könnt ihr hier nachlesen.

Was sind eure Erfahrungen und Tipps welche gut zu wissen sind?



			

19 thoughts

  1. Ein toller Artikel, der sicher vielen werdenden Mamas Mut macht. Ich habe kein Kind, aber in meinem Freundeskreis gibt es sehr viele Babys – und ich bin immer wieder erstaunt, wie viel sich die Mamas von Fremden so anhören müssen. Da nicht in Panik und Stress zu verfallen, ist echt eine Kunst.

  2. Da ich selbst keine Kinder habe, kann ich weder Erfahrungen teilen noch Tipps geben. Aber Dein erster Punkt, Deine Gefühle ernst zu nehmen und drauf zu hören, kann ich nur absolut unterstreichen. Der gilt fürs Leben insgesamt. Wie Du ja selbst sagst, ist das nicht immer so einfach. Der Alltagsstress hält uns oft genug davon ab. Ich wünsche Dir aber, dass Du es auch in Zukunft immer schaffst, auf Deine innere Stimme zu hören. Alles Gute!
    LG Renate von http://www.trippics.de

    1. Danke liebe Renate. Du sagst es sehr schön! Wir sollten unsere eigenen Gefühle nie aus dem Blick verlieren auch wenn es nicht immer einfach ist! Das wünsch ich dir auch, ich werde mir vermehrt wieder die Zeit nehmen. Gruss Barbara

  3. Das sind einige sehr schöne Tipps. Ich kann leider nicht mitreden, aber besonders die Rituale und feste Schlafenszeiten sind mir aus meiner Kleinkindzeit noch im Kopf geblieben. Schlafanzug an, Zähne putzen, Sandmännchen schauen, ab ins Bett. Im Sommer war es noch hell draußen und die Eltern saßen im Garten, das war soooo unfair. Im Nachinein denke ich aber, dass das der richtige Weg war und ich kann mir vorstellen, dass es einfacher wird, je früher man anfängt. Ein Tipp noch von einer Freundin: Abwechseln das Kind schlafen bringen, dammit es nicht zu sehr auf die Mutter fixiert ist. Das scheint bei ihr und ihrem Freund sehr gut geklappt zu haben.

    1. Danke für die nette Rückmeldung. Das hört sich nach einem tollen Abendritual an 🙂 aber als Kind möchte man natürlich möglichst lange draussen sein. Danke für den sehr hilfreichen Tipp. Das haben wird bis jetzt vernachlässigt und merken schon die Konsequenz davon 🙂

  4. Wenn man Im Vorfeld wüsste, dass…. Ich denke, das haben schon viele Eltern gedacht. Da sind solche Tipps sicherlich sehr nützlich. Aber jede Familie macht es eben nach ihren eigenen Regeln. Schön, dass ihr schon so viele eigene Erfahrungen machen konntet um neun tolle Tipps zu geben.
    Alles Liebe
    Annette

  5. Liebe Barbara,

    damals bin ich völlig unbedarft ins Mama Dasein gestartet. Habe weder Ratgeber gelesen oder Google zum Glühen gebracht. Nur die ganz wichtigen Dinge habe ich recherchiert und den Rest auf mich zu kommen lassen. Damit bin ich auch ganz gut gefahren. Dennoch finde ich deine Tipps super, vor allem für die Bald-Mamis, die sich über vieles schlau lesen möchten. Aber auch später, wenn das Baby schon da ist, sind deine Ratschläge Gold wert.

    Liebe Grüße
    Mo

    1. Hi, Mo
      Ich finde es super das du dich auf das Abenteuer eingelassen hast ohne Ratgeber zu studieren und alles im Internet zu recherchieren. Ich finde es super wenn man auf sich selber vertraut. Gerade zu Beginn fiel mir das nicht ganz so einfach. Seit einigen Monaten kann ich es auch schon gelassener nehmen 🙂 Danke für deine lieben Worte.
      Lieber Gruss
      Barbara

  6. Hallöchen 🙂

    schöner Beitrag! Ich selber habe keine Kinder aber zwei jüngere Brüder (22 und 5) und viele Cousinen und Cousins. Bei uns sind irgendwie immer alle bei der Erziehung mit beteiligt, da wir eine große Familie sind. Bei meinem jüngsten Bruder habe ich auch gemerkt, dass ich aufgeschmissen wäre, wenn es mein Kind wäre. Ich bin jetzt 25 und theoretisch, könnte es meiner sein. ABER ich habe auch gemerkt, wie sicher ich doch in manchen Sachen bin, wo ich einfach bei meinen Verwandten gelernt habe. zb beim Windeln wechseln und auch merken, was der kleine will.
    ABER trotzdem ist es immer wichtig, sich zu erkundigen und nicht alles leicht zu nehmen. Finde deine Tipps echt gut und grob auf das wichtigste Zusammengefasst!

    LG

    1. Hallo,
      Toll das du so eine grossen Familienkreis hast, das hört sich spannend an. Finde es schön das du so viele Aufgaben übernimmst und für deine jüngeren Brüder da bist. Danke für deine nette Rückmeldung und das du deine Erfahrungen mit mir teilst.
      Lieber Gruss
      Barbara

  7. Wir haben auch viel zu viele unnötige Sachen gekauft.. Auch das mit dem Stillen war am Anfang nicht einfach (bekam von der Krankenschwester auf der Station gesagt, wenn ich mein Kind weiterhin so stille, dann verhungert es – ich natürlich in Tränen ausgebrochen und musste mit Psychiater reden, weil die eine Depression vermuteten.. Nachdem sie erfuhren warum ich geweint habe, war diese Krankenschwester die netteste Person… Es sei gesagt, dass ich eine Uterusatonie nach der Geburt hatte und auf dem OP gelandet bin und wenig Kraft hatte) Auf sowas wird man auch nicht vorbereitet 🙁
    Liebe Grüße,
    Tanja

    1. Hi, Tanja. Deine Geschichte zeigt wieder einmal das jede Stillbeziehung etwas ganz besonderes ist und der Start nicht immer ganz einfach. Ich kann gut verstehen wie es dir ergangen ist. Du sagst es, auf vieles wird man nicht vorbereitet! Wie ich zum Beispiel auch das erste Mal von einer Uterusatonie nach der Geburt höre. Danke das du deine Erfahrungen hier teilst.
      Liebe Grüsse,
      Barbara

  8. Was für wunderbare Tipps du (werdenden) Mamas gibst. Bei mir ist das Ganze ja schon 17 Jahre her. Das Thema Einsamkeit kenne ich auch. Und Rituale sind unglaublich wichtig. Och ja – und die Sache mit der Kleidung….ich habe Vieles neu bzw. wenige male getragen verschenkt. Liebe Grüße an Dich
    Sandra

  9. Hi Barbara, diese Dinge waren vor mehr als 30 Jahren auch schon ganz genau so! Wenn ich so zurückdenke, habe ich auch erst ewig später wieder in meine Kleidung gepasst und viel zu viele Babysachen hatten wir damals auch. Die Kleinen wachsen ja so schnell. Irgendwie vergisst man das aber alles später.

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